2  Literaturübersicht oder Theorie

Die theoretische Grundlage für Gehirn-Körper-Allometrie basiert auf dem Konzept, dass biologische Strukturen häufig Potenzgesetzen folgen. Die erwartete Beziehung wird typischerweise als:

\[\text{Gehirngewicht} = a \times \text{Körpergewicht}^b\]

beschrieben, wobei der Exponent b in der Regel zwischen 0.6 und 0.8 liegt. Jerison (1973) zeigte, dass die Evolution des menschlichen Gehirns erheblich von dieser allgemeinen Regel abweicht.

Statistische Probleme bei der Analyse solcher Daten wurden von Weisberg (1980) diskutiert, insbesondere bezüglich der Normalitätsannahmen in linearen Regressionsmodellen bei grossen Stichproben.

Jerison, Harry J. 1973. „Fossil evidence of the evolution of the human brain“. Annual Review of Anthropology 4: 27–58.
Weisberg, Sanford. 1980. „Some large-sample tests for nonnormality in the linear regression model: Comment“. Journal of the American Statistical Association 75 (369): 28–31.